Zum Inhalt
Einblicke > Medien

Marketing, das ankommt: Boomers, Media Moms und Verbraucher mit niedrigem Einkommen

3 Minuten lesen | Juli 2012

Auf der Consumer 360 Conference von Nielsen diskutierten Redner und Teilnehmer die Eigenschaften, Neigungen und Verhaltensweisen verschiedener Verbrauchergruppen in den USA. In einer Sitzung mit dem Titel "Marketing that Matters" wurden drei einzigartige Verbrauchergruppen identifiziert und analysiert, um eine neue Perspektive auf die Möglichkeiten zu bieten, die diese Segmente für Marketer darstellen.

Baby-Boomer

Die 80 Millionen Babyboomer - Amerikaner, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden - sind seit langem die marketingfreundlichsten Verbraucher in der Geschichte des Landes. Ihre schiere Anzahl hat ihren Einfluss verstärkt und jede Produktkategorie, die sie angenommen haben, verändert. Heute wachsen die Boomer schnell aus der Altersgruppe der 18- bis 49-Jährigen heraus - die lange Zeit als besonders attraktiv für Marketingfachleute galt -, aber diese Generation ist einfach zu groß, wertvoll und wichtig für Marketingfachleute, um zum traditionellen "Cut-off" im Alter von 49 Jahren zurückzukehren.

Stattdessen bleiben sie so wichtig wie eh und je für den Erfolg von Vermarktern und Marken. Die Altersgruppe 50+ besteht heute aus fast 100 Millionen Verbrauchern, und bis 2030 wird sie um weitere 34 Prozent wachsen.

Heute machen die Boomer fast 230 Milliarden Dollar Umsatz mit Konsumgütern (etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes), und in fünf Jahren werden sie ganze 70 Prozent des verfügbaren Einkommens in den USA kontrollieren. Sie werden auch weiterhin die Ausgaben dominieren, doch die Werbegelder werden in andere Bereiche gelenkt.

"Was auch immer die Gründe für diese Kluft sind, es ist eine verpasste Gelegenheit", sagte Beth Brady, Nielsens Leiterin für Marketingeffektivität.

Ausgaben für die amerikanische Familie - Media Moms

Medien Mütter

Die Mütter von heute bestimmen den größten Teil der amerikanischen Familienausgaben, sind aber über die Medien und das Marketing schwieriger zu erreichen als in den vergangenen Jahrzehnten.

Mütter mit Kindern unter sechs Jahren sehen insgesamt weniger fern als die Allgemeinbevölkerung, aber ihre Lieblingsprogramme sehen sie mit zwei Stunden mehr zeitversetztem Fernsehen pro Monat als die erwachsene Allgemeinbevölkerung. Aber Mütter sind eindeutig keine Stubenhocker; sie betreiben oft Multitasking, während sie Fernsehinhalte konsumieren. An einem beliebigen Tag nutzen 67 Prozent der Mütter das Internet und sehen gleichzeitig fern.

Es ist nicht verwunderlich, dass Mütter, die viel zu tun haben, immer offen für neue Technologien sind, die sie effizienter machen können. Tablets werden schnell zu einem der beliebtesten Mediengeräte von Müttern. Etwa ein Viertel der Mütter mit Tablets nutzt sie mehrmals pro Woche beim Fernsehen.

Smartphones spielen in vielen Bereichen des Lebens von Müttern eine große Rolle, und sie entwickeln sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt für Mütter und ihre Einkäufe. Mehr als 20 Prozent der Mütter mit Kindern experimentieren mit dem mobilen Einkaufen.

"Diese Mütter zeigen eine Neigung zu handelsbezogenen Aktivitäten auf ihren Telefonen, sei es Preisprüfung, Suche oder reine Finanztransaktionen", sagte Jessica Hogue, Senior Vice President of Client Solutions bei Nielsen.

mkt-that-matters-mobile-moms

Polarisierte Verbraucher

In letzter Zeit wurde der zunehmenden Einkommensungleichheit in den Vereinigten Staaten viel Aufmerksamkeit geschenkt. Verbraucher mit niedrigerem Einkommen - die weniger als 30.000 Dollar pro Jahr verdienen - sind ein wachsendes Segment und machen inzwischen etwa 30 Prozent der Bevölkerung des Landes aus. Auch wenn diese Verbraucher, was nicht schockiert, insgesamt weniger ausgeben als der Durchschnitt, so machen sie doch einen großen Teil der Gesamtausgaben des Landes aus, und es wird erwartet, dass ihr Anteil in Zukunft noch steigen wird.

mkt-das-macht-geringes-einkommen

Dieses Verbrauchersegment nutzt die Medien auf allen Bildschirmen. Tatsächlich verbringen sie mehr Zeit online als andere Einkommensgruppen, durchschnittlich mehr als neun Stunden pro Monat auf Facebook und streamen mehr Online-Videos als andere Verbraucher. Verbraucher mit niedrigem Einkommen sehen auch mehr fern als andere Verbraucher und sind besonders über das Tagesfernsehen erreichbar.

Weiterblättern im selben Thema Einblicke