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Der asiatische mobile Verbraucher entschlüsselt

3 Minuten lesen | September 2013

Die Verbreitung von Smartphones in der asiatisch-pazifischen Region boomt. In der Tat nähert sich die Verbreitung in einer Reihe von Märkten in der Region dem Sättigungspunkt und hat bereits die Verbreitung in den USA und vielen europäischen Ländern in den Schatten gestellt.

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Nielsen geht davon aus, dass sich das Wachstum des Besitzes von vernetzten Geräten allmählich abflacht. Die Nutzung dieser Geräte durch die Verbraucher wird sich jedoch weiter entwickeln und ausweiten, wodurch sich für Unternehmen enorme Möglichkeiten ergeben, mit den Verbrauchern auf einer nahezu allgegenwärtigen Plattform in Kontakt zu treten. Für Unternehmen ist es daher wichtiger denn je, ausgefeilte mobile Strategien zu entwickeln, um das sich ändernde Verhalten bei vernetzten Geräten zu nutzen und eine kontinuierliche Kundenbindung zu fördern.

Mit der Verbesserung und Erweiterung des Funktionsumfangs von Smartphones und der zunehmenden Sensibilisierung der Verbraucher für die Funktionen von Mobiltelefonen verbringen die Verbraucher immer mehr Zeit mit ihren Smartphones. Allein in Südostasien verbrachten Smartphone-Besitzer im Juni 2013 durchschnittlich mehr als drei Stunden pro Tag mit ihrem Smartphone. Die meiste Zeit verbrachten sie mit Chat-Apps, sozialen Netzwerken und Unterhaltungsaktivitäten wie Spielen und Multimedia. Auch wenn die Smartphone-Durchdringung noch nicht 100 Prozent erreicht hat, nimmt die Nutzung von Apps immer mehr zu. Laut Portio Research nutzt weltweit jeder fünfte Mobilfunknutzer (1,2 Milliarden) Apps. Im asiatisch-pazifischen Raum gehören Apps für Spiele, soziale Netzwerke und Multimedia zu den meistgenutzten.

Das Betrachten von Videos über Smartphones gewinnt auch in Asien zunehmend an Bedeutung, insbesondere in entwickelteren Märkten wie Hongkong und Singapur. In den sich entwickelnden Märkten des asiatisch-pazifischen Raums hat sich die Nutzung mobiler Videos dagegen langsamer durchgesetzt. Folglich werden mobile Videoinhalte sowohl für Werbetreibende als auch für Medieninhaber immer interessanter. Wichtig ist, dass das Engagement der Verbraucher, die sich Videos auf ihren Mobiltelefonen ansehen, sehr hoch ist. In den meisten Märkten des asiatisch-pazifischen Raums sehen sich die Verbraucher mobile Videos im Durchschnitt mehr als zehnmal pro Woche an, was die spannenden Möglichkeiten für Vermarkter verdeutlicht, eine dauerhafte Verbindung zu den Nutzern aufzubauen.

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Die steigende Zahl der Smartphone-Besitzer und -Nutzer bietet auch eine große Chance für den mobilen Handel in der Region. Während der mobile Handel in den meisten asiatisch-pazifischen Märkten noch weitgehend unerschlossen ist, ist er in Märkten wie Korea und Japan bereits weit fortgeschritten. Tatsächlich nahmen im Juli 2013 fast neun von zehn (89 %) japanischen Verbrauchern und etwa zwei Drittel (67 %) der koreanischen Verbraucher an Mobile-Commerce-Aktivitäten teil. Singapur, Hongkong, Malaysia und Australien könnten die nächsten großen Mobile-Commerce-Märkte sein, da sich diese Technologie allmählich durchsetzt. In dem Maße, wie dieses Wachstum an Dynamik gewinnt, wird der mobile Handel eine immer wichtigere Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Einzelhandels in Asien spielen.

Die zunehmende Smartphone-Nutzung in der Region ebnet auch den Weg für Werbetreibende, mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten. Obwohl sich die mobile Werbung noch im Anfangsstadium befindet, experimentieren viele Agenturen und Werbetreibende mit Formaten, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht, und die Akzeptanz mobiler Werbung wächst bei den Smartphone-Besitzern im asiatisch-pazifischen Raum. Derzeit werden die Anzeigen, die kostenlose Inhalte unterstützen, ohne das Nutzererlebnis zu stören, am meisten akzeptiert. Werbetreibende, die mobile Plattformen nutzen wollen, sollten sich daher darauf konzentrieren, ein ansprechendes Erlebnis zu bieten, das die Nutzer nicht beeinträchtigt.

Die Mobilfunktechnologie entwickelt sich zwar rasant, hat aber noch eine lange Flugbahn vor sich. Dennoch unterscheiden sich die Best Practices für den Umgang mit mobilen Nutzern nicht von denen für den Umgang mit anderen Verbrauchern. Das heißt, der Erfolg bei den mobilen Verbrauchern hängt davon ab, dass man die Chancen und Herausforderungen sowie die Triebkräfte und Motivatoren des mobilen Verhaltens versteht - alles wichtige Überlegungen, wenn es darum geht, Strategien zu entwickeln, die diese Triebkräfte und Motivatoren nutzen.

Dieser Artikel basiert auf einem kürzlich abgehaltenen Webinar über den heutigen asiatischen mobilen Verbraucher. Für weitere Informationen können Sie das Webinar herunterladen oder Sagar Phadke kontaktieren.

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