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Mobiltelefon-Penetration in Indonesien verdreifacht sich in fünf Jahren

2 Minuten lesen | Februar 2011

Laut einer neuen Studie von The Nielsen Company ist die Verbreitung von Mobiltelefonen in Indonesien in den letzten fünf Jahren stark angestiegen, während die Zahl der Festnetzanschlüsse rückläufig ist. Im Jahr 2005 besaßen 20 Prozent der Indonesier ein Mobiltelefon, während ein Viertel der Haushalte über einen Festnetzanschluss verfügte. Fünf Jahre später ist der Anteil der Handybesitzer auf 54 Prozent gestiegen, während die Zahl der Festnetzanschlüsse auf 11 Prozent gesunken ist.

"Der indonesische Telekommunikationsmarkt ist einzigartig. Während die Verbraucher in den meisten Ländern von "keinen Anschlüssen" zu Festnetzanschlüssen und anschließend zu Mobilfunkgeräten übergehen, haben die Verbraucher in Indonesien meist direkt zum Mobiltelefon als Kommunikationsmittel gegriffen. Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass sich Festnetzanschlüsse in Indonesien nie wirklich durchgesetzt haben und die Marktdurchdringung über die Jahre hinweg relativ konstant geblieben ist", so Viraj Juthani, Director Telecom Practice Group, The Nielsen Company, Indonesia.

Ein Großteil dieses Wachstums geht auf das Konto von Jugendlichen, von denen mehr als 70 % einen Mobiltelefonanschluss haben, während sich die Zahl der 10- bis 14-Jährigen, die ein Mobiltelefon besitzen, im Fünfjahreszeitraum mehr als verfünffacht hat. Instant Messaging oder Chatten steht bei den jungen Indonesiern von heute ganz oben auf der Liste der Verwendungszwecke von Mobiltelefonen, die sie gegenüber Sprachanrufen oder Textnachrichten bevorzugen.

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Hinzu kommt, dass die indonesischen Mobilfunkteilnehmer heute weniger ausgeben als noch vor fünf Jahren: 58 Prozent der Verbraucher gaben 2010 weniger als 50.000 Rp. (@USD 5) pro Monat aus, 2005 waren es nur 18 Prozent.

"Der Rückgang der durchschnittlichen monatlichen Ausgaben ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Die Tarife sind in den letzten Jahren nach unten gegangen, und, was noch wichtiger ist, neue Verbrauchersegmente mit begrenzter Kaufkraft drängen auf den Markt", sagte Viraj.

Niedrige Tarife sind für die Verbraucher nach wie vor der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines Dienstanbieters, aber die meisten berücksichtigen auch den Ruf der Netze und die Empfehlungen von Freunden und Verwandten, was darauf hindeutet, dass die Verbraucher bei ihrer Wahl weiterhin auf die Qualität der Dienste achten, auch wenn die sinkenden Tarife die Wahl der Betreiber beeinflussen.

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